"Zaubergarden"

 

Was ist die Gruppenidee?

Das Projekt Zaubergarden in Liesing-Rodaun in einer Wohnhausanlage der Stadt Wien in der Willergasse versucht den Kindern in dieser Anlage das Gartln und das „gemeinsam etwas schaffen und erarbeiten“ näher zu bringen.

 

Der Zaubergarden ist ein Integrations- und Naturlehrgarten für Kinder.

Die Kinder lernen gemeinsam die Natur kennen, legen Blumenbeete an, pflanzen Karotten, Kohl und Bohnen, lernen Rosen schneiden und das Paradeiser nicht im Supermarkt wachsen.

 

Freunde und Freundinnen finden, gemeinsam etwas aufbauen und unternehmen, zusammen etwas Neues entdecken, gegenseitige Anerkennung und gegenseitiger Respekt, als wichtige Bausteine für die Zukunft, ist das Ziel dieses Gartenprojektes.

 

Egal aus welchem Land sie kommen gemeinsam sind die Kinder stark und können den Garten aufbauen. Integration ist hier ein besonderes Anliegen.
Mit viel Elan und Spaß sind rund 30 Kinder aus 9 Nationen aus der Wohnhausanlage Willergasse bei der Sache.

 

„Wer die Wurzeln der Pflanzen kennt und berücksichtigt kann sich an den Blühten erfreuen. Wer die Wurzeln der Menschen, die gemeinsam gartln kennt, lernt sie zu respektieren und es entsteht die Basis für ein gutes Miteinander“ so die Initiatorin des Gartens Frau Elsensohn.

 

 

Entstehung und Organisation:

Im Laufe des Herbst und Winters 2010/2011 wurde mit Wiener Wohnen über einen Vertrag zur Nutzung der Flächen verhandelt. Im Juni 2011 war es dann soweit, die Gartenarbeit konnte beginnen.

 

Der Garten ist als Verein organisiert, derzeit ohne Mitgliedsbeitrag. Mit Unterstützung zahlreicher SponsorInnen konnte er aufgebaut und entwickelt werden.

 

Den MieterInnen der Wohnhausanlage entstehen keine zusätzlichen Kosten. Für die Kinder ist das Gartln kostenlos. Das Projekt ist derzeit auf Spenden, Sponsoren bzw. Förderungen angewiesen. Alle Erwachsenen der Wohnhausanlage sind eingeladen mit zu arbeiten.

 

Die Ernte jedoch gehört den Kindern.

Der Garten ist bei schönem Wetter fast immer nachmittags geöffnet.

Die wichtigste Gartenregel lautet: „Beim Gartln wird nicht gestritten!“

 

Erfahrungen der Kinder:

Die jungen GärtnerInnen haben bereits die Erfahrung gemacht, dass man gemeinsam mehr schaffen kann als alleine und dass jede/r bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten hat, die sie/er in die Gartenarbeit einbringen kann.

Die Kinder haben inzwischen Wege angelegt und Vogelhäuschen gebaut und zwei Gartensaisonen mit Aussaat, jäten, gießen und ernten erlebt. Einige sind bereits GartenexpertInnen geworden.

 

Als besonders wichtig wird auch das soziale Miteinander wahrgenommen: die gemeinsamen Aktivitäten im Garten bei Festen, gemeinsamen Frühstücken, dem Plantschen in der Wassertonne oder den Spaziergängen in die Umgebung. Hin und wieder ist der Garten für die Kinder auch einfach nur Rückzugsort von den Alltagssorgen.

 

 

Weitere Aktivitäten und Ziele:

Mehrere Schulklassen u.a. aus dem dicht verbauten 15. Bezirk haben den Garten inzwischen besucht und einen Einblick in die Gartenaktivitäten und die Zusammenhänge zwischen Samen, Pflänzchen und Früchten bekommen.

Außerdem gibt einmal im Jahr ein größeres Fest und laufend Diskussionsnachmittage u.a. zum Thema Integration